Wahrheit oder pflicht kostenlos downloaden

8. Es werden viele Drucke auf die Menschen unserer Zeit ausgeübt, bis zu dem Punkt, an dem die Gefahr entsteht, damit sie nicht die Möglichkeit verlieren, nach ihrem eigenen Urteil zu handeln. Auf der anderen Seite sind nicht wenige zu finden, die geneigt zu sein scheinen, den Namen der Freiheit als Vorwand zu benutzen, um sich der Autorität zu unterwerfen und die Pflicht des Gehorsams zu beleuchten. Deshalb fordert dieses Vatikanische Konzil alle, insbesondere diejenigen, die mit der Aufgabe betraut sind, andere zu erziehen, ihr Möglichstes zu tun, um Menschen zu formen, die einerseits die moralische Ordnung achten und der rechtmäßigen Autorität gehorchen und andererseits Liebhaber wahrer Freiheitsmenschen sein werden, mit anderen Worten, die nach ihrem eigenen Urteil und im Lichte der Wahrheit zu Entscheidungen kommen werden. , regieren ihre Aktivitäten mit einem Gefühl der Verantwortung, und streben nach dem, was wahr und richtig ist, immer bereit, sich mit anderen in kooperative Bemühungen zu verbinden. 12. In der Treue zur Wahrheit des Evangeliums folgt die Kirche dem Weg Christi und der Apostel, wenn sie den Grundsatz der Religionsfreiheit als der Würde des Menschen und als im Einklang mit der göttlichen Offenbarung anerkennt und unterstützt. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Kirche die Lehre des Meisters und der Apostel bewahrt und weitergegeben. Im Leben des Volkes Gottes, wie es seinen Pilgerweg durch die Wechselfälle der Menschheitsgeschichte gemacht hat, hat sich bisweilen eine Handlungsweise herabgesetzt, die kaum dem Geist des Evangeliums entsprach oder sich ihm sogar widersetzte.

Dennoch ist die Lehre der Kirche, dass niemand zum Glauben genötigt werden soll, immer standhaft geblieben. Er erkannte die Macht der Regierung und ihre Rechte an, als er befahl, Dem Kaiser Tribut zu zollen; aber er warnte eindringlich davor, dass die höheren Rechte Gottes unverletzlich bleiben sollen: „Rendert dem Kaiser das, was Descäsar ist, und Gott das, was Gottes ist“ (Matthäus 22,21). Am Ende, als er am Kreuz das Erlösungswerk vollendete, durch das er Erlösung und wahre Freiheit für die Menschen erlangte, brachte er seine Offenbarung zur Vollendung. Denn er bezeugte die Wahrheit(19), aber er weigerte sich, die Wahrheit mit Gewalt denen aufzuzwingen, die dagegen sprachen. Nicht mit Schlägen behauptet Seine Herrschaft ihre Ansprüche. (20) Sie wird durch das Zeugnis der Wahrheit und durch das Hören der Wahrheit errichtet, und sie erweitert ihre Herrschaft durch die Liebe, durch die Christus, am Kreuz emporgehoben, alle Menschen zu sich zieht. (21) 15. Tatsache ist, dass Männer der Gegenwart frei in der Lage sein wollen, ihre Religion im Privaten und in der Öffentlichkeit zu bekennen. Tatsächlich wurde die Religionsfreiheit in den meisten Verfassungen bereits zum Bürgerrecht erklärt und in internationalen Dokumenten feierlich anerkannt. (38) Darüber hinaus gibt es nach wie vor Regierungsformen, unter denen die Religionsfreiheit zwar die verfassungsmäßige Anerkennung findet, die Regierungsbefugnisse jedoch in dem Bestreben sind, die Bürger vom Religionsbekenntnis abzuhalten und den Religionsgemeinschaften das Leben sehr schwer und gefährlich zu machen.

Der Mensch seinerseits erkennt und erkennt die Imperative des göttlichen Gesetzes durch die Vermittlung des Gewissens an. Bei all seiner Tätigkeit ist ein Mensch verpflichtet, seinem Gewissen zu folgen, damit er zu Gott komme, dem Ende und dem Zweck des Lebens. Daraus folgt, dass er nicht gezwungen werden darf, in einer Weise zu handeln, die seinem Gewissen zuwiderläuft.

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