Welche Leiden werden behandelt?

  • Kopfschmerzen
  • Cervikalsyndrom
  • Schwindel, Gleichgewichtsstörungen
  • Tinnitus
  • Schulterarmsyndrom
  • Tennisellbogen
  • Interkostalneuralgien
  • Rückenschmerzen
  • Kreuzschmerzen, Lumbago, Hexenschuss
  • Ischialgien
  • Bandscheibenprobleme
  • Gelenkbeschwerden
  • Verspannungen
  • Bewegungsstörungen (Spastische Kinder)
  • Tonusasymmetrien der Säuglinge – Schreikinder
  • Sogenanntes „KISS“ – Syndrom
  • Funktionsstörungen der Wirbelsäule bei sensomotorischer Integrationsstörung
  • Muskelbalancestörungen bei allen akuten oder chronischen Schmerzen am Bewegungssystem
  • (Kopfschmerzen, Wirbelsäule, Arme und Beine, auch bei entzündlich rheumatischen Krankheiten)
  • Unterstützende Behandlung bei Multipler Sklerose

 

Sogenanntes „Kiss“ – Syndrom

Wo ist der Atlas

Atlas = der erste Halswirbel
Atlas und Axis, also der erste und zweite Halswirbel (Kopfgelenke) unterscheiden sich im Bau von den übrigen Halswirbeln. Durch sie wird die Wirbelsäule gelenkig mit dem Schädel verbunden. Der Atlas, der den Kopf trägt, besitzt keinen Wirbelkörper. Er wird nach dem griechischen Gott Atlas, der nach der Sage die Säulen des Himmelsgewölbes trug, benannt.

Atlas und Axis bilden zusammen mit den umgebenden Weichteilen, wie Muskeln, Nerven, Faszien, Blutgefäßen und der Schädelbasis das Kopfgelenk. Dieser Bereich ist ein wichtiges Reflexzentrum (6. Sinnesorgan), welches auch die Spannung der Haltemuskulatur steuert. Es bestehen wichtige Verbindungen zum Gehirn (Sehzentrum, Hörzentrum, Gleichgewichtsorgan), die von diesem Reflexzentrum beeinflusst werden. Die Stellung des Kopfes im Raum und auch zum Körper wird hier gesteuert.

Was ist Kiss-Syndrom?

KISS = Kopfgelenk-induzierte-Symmetrie-Störung ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern eine Steuerungstörung.

Schiefhals, Durchbiegung der Wirbelsäule, Gesichtsasymmetrie und asymmetrische Benutzung der Extremitäten (Arme und Beine) stehen im Vordergrund.

Mögliche Ursachen: lange und erschwerte Geburten mit Saugglockenbenutzung Notfallkaiserschnitte, Schieflagen im Mutterleib, Steißlage, Beckenendlage, Zwillingsgeburten, Enge im Mutterleib, Übertragungen…

Hier werden vermutlich die noch zarten Kopfgelenke beeinträchtigt und es kommt zu Asymmetrie. Früher wurde dies Atlasblockiersyndrom genannt, und erstmals 1953 von Dr. Gottfried Gutmann erforscht. Tatsächlich scheint diese Fehlstellung im Nackenbereich nach einiger Zeit ohne Behandlung verschwunden zu sein (nur mit krankengymnastischer Behandlung). Die kleinen Patienten haben inzwischen gelernt, wie sie ihre Fehlstellung und oft auch ihre Schmerzen kompensieren können. Ausgeprägte Fälle sind als „Schiefhals“ bekannt.

Welche Auffälligkeiten deuten darauf hin?

  • Schiefhaltung des Kopfes bis zur Zwangshaltung
  • Kopfhalteschwäche und/oder ausgeprägte Kopfrückbeuge
  • Einseitige Schlafhaltung des Kindes
  • Asymmetrie der Bewegungen von Armen und Beinen
  • Einseitige Haltung des Rumpfes
  • Reifungsprobleme der Hüftgelenke, oft einseitig
  • Fehlstellung der Füßchen, bis hin zum Sichelfuß
  • Schlafstörungen, Schreien im Schlaf
  • „Haare-Raufen“, hohe Tastempfindlichkeit des Nackens
  • Schädelasymmetrie, im Gesicht und /oder am Hinterkopf
  • Gesäßfaltenasymmetrie
  • ein kleineres Auge
  • Schlafhaltung wie ein nach hinten durchgebogenes „C“
  • Kind kann nur an einer Seite gut gestillt werden, da es nicht entspannt liegen kann
  • „Head banging“, d. h. es schlägt den Kopf z.B. gegen die Gitter des Bettchens
  • Dreimonats-Koliken und „Schreikinder“
  • Drehen nur über eine Seite
  • Übermäßiges Sabbern
  • Probleme beim Schlucken
  • später oft Konzentrations- und Lernschwäche
  • undefinierbare Kopfschmerzen, ein schwerer Kopf

Diese Beschwerden können eine Vielzahl anderer Ursachen haben. Bei Verdacht auf das Kiss-Syndrom sollten Sie einen speziell dafür ausgebildeten Arzt aufsuchen, nachdem Sie zuvor alle anderen möglichen Ursachen beim Kinderfacharzt abgeklärt haben. Wenn Sie unmittelbar im Anschluss an die Behandlung eine Besserung beobachten, spricht das für einen Zusammenhang mit den hier behandelten Wirbelsäulen-Funktionsstörungen.

Wie wird behandelt? – Siehe Information zur Atlastherapie

Wenn Sie noch mehr zu diesem Thema lesen möchten: www.kiss-kinder.d